Gibt es überhaupt noch Innovationen im Consulting-Bereich?

Geschrieben von Andreas Schwarz am 20. Dezember 2012 - 10:09

Gibt es überhaupt noch Innovationen im Consulting-Bereich?

Die Beraterbranche ist seit vielen Jahren ein fest etablierter Markt und scheint auf den ersten Blick eine volle Marktabdeckung erreicht zu haben.

Gibt es dabei überhaupt noch eine Möglichkeit, den Kunden echte Neuerungen zu bieten?

Um dies zu beantworten, sollen zunächst die Möglichkeiten und Segmente betrachtet werden, in denen Innovationen stattfinden könnten.

  • Unternehmensgröße
    Vom Freelancer bis zum multinationalen Konzern sind alle Unternehmensgrößen im Consulting-Bereich vorhanden. Teilweise spielt die Größe beim Kunden eine entscheidende Rolle. Denn ein Mittelstandsunternehmen sucht sich oft Beraterfirmen ähnlicher Größe, um auf Augenhöhe agieren zu können. Oder der Auftraggeber sucht sich eine größere Firma, weil er sich dort eine größere Abdeckung verspricht.
  • Unternehmensbereiche
    Es existieren zu allen betriebswirtschaftlichen Prozessen wie beispielsweise „Einkauf, Produktion, Logistik, Vertrieb, usw.“ thematisch spezialisierte Beraterfirmen, die darin definierte Kernkompetenzen besitzen.
  • Branchen
    Zu nahezu jeder Branche gibt es spezialisierte Consulting-Angebote. Dabei haben die Anbieter oft tiefes Branchen-Know-How aufgrund verschiedener Kundenprojekte, das sie dann bei folgenden Kunden erfolgreich anbringen können.
  • Fachliche oder gesetzliche Themen
    Alle Themen dieser Art wie zum Beispiel „Compliance, IT-Sicherheit, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) und vieles mehr“ erfordern sehr oft eine externe Beratung, sodass sich Beraterfirmen getrieben durch den Bedarf oder die allgemeine Marktentwicklung darauf spezialisieren.
  • Regionen
    In alle Industrienationen der Erde gibt es in irgendeiner Form kommerzielles Consulting. Die Unterschiede sind dabei in der Regel sprachlicher, kultureller und räumlicher Natur.
  • Methoden
    In den letzten Jahrzehnten sind zahlreiche Konzepte und Methoden zur Organisation und Unternehmensberatung entstanden. Diese werden zum Teil von den Kunden selbst eingesetzt und reichen dabei von voll umfassenden wissenschaftlichen Werken wie beispielsweise die Lehren rund um Prof. Dr. Fredmund Malik bis hin zu operativ hoch wirksamen und effizienten Methoden wie das Phalinza-Modell (www.phalina.de).  Andere Ansätze führen Zertifizierungen und Gremien ein wie CMMN und ähnliche Modelle. Die großen Beratungshäuser haben teilweise eigene an der Praxis orientierte Vorgehensmodelle, um eine standardisierte Qualität anbieten zu können. In diesem Gebiet gibt es sicherlich noch Möglichkeiten, den Kunden durch geeignete, neue oder verbesserte Methoden einen Mehrwert zu bieten.
  • Preis
    Der Preis ist sicherlich immer ein Unterscheidungsmerkmal. Es haben sich jedoch innerhalb eines Landes oder einer Wirtschaftsregion Preisspannen entwickelt, aus denen eine Beratungsfirma selten entscheidend ausbrechen kann. Einzig Freelancer haben aufgrund ihrer Kostenstruktur teilweise die Möglichkeit günstiger anzubieten. Sie stehen dabei allerdings in Konkurrenz zu anderen Freiberuflern, sodass es denen gegenüber kein Differenzierungsmerkmal darstellt.

 

Wo kann als noch ein entscheidender Mehrwert für den Kunden erzeugt werden?

Ein bislang im Business-Bereich weitgehend unberücksichtigter Aspekt ist die „Situation“ einzelner Menschen, die das unternehmerische Handeln bestimmen.

Tausende von Managern, Führungskräfte, Leitende, Geschäftsführer und Personen in vergleichbarer Position sind täglich einer immensen Leistungsanforderung ausgesetzt. Sie sollen stets den Überblick behalten und souverän entscheiden. das gleiche gilt für die Berater selbst. Was aber passiert, wenn schnelles und professionelles Handeln gefordert aber keine Lösung in Sicht ist? Wen man mal nicht mehr weiter weiß? Kollegen fragen oder aus dem Bauch heraus entscheiden birgt hohe Risiken und ist oft nicht der beste Weg, um nachhaltig Qualität zu erzeugen.

Es gibt natürlich Coaches sowie Weiterbildungen und Seminare für alle denkbaren Fragestellungen. Wenn der handelnde Mensch aber schnell und gezielt zu einer Lösung geführt werden soll, die er selbst gerade nicht findet, sind diese Angebote ungeeignet.

In dieser Situation kann eine direkte, individuelle und flexible Online-Beratung von Nutzen sein, die von jedem Ort aus verfügbar ist (z.B. www.management-onlineberatung.de). Erfahrenes Wissen auf Abruf reduziert das Risiko erheblich oder bringt einfach mehr Qualität in die Entscheidung. Wichtig ist dabei, dass es auf die Fragen und ungelösten Probleme eines Managers oder eines Beraters schnelle und wirklich wirkungsvolle Lösungen gibt, die sich in der Praxis nachweislich bewährt haben.

So kann Beratung im kleinen bewirken, dass die Mitarbeiter und Führungskräfte bessere Entscheidungen treffen. Und das zu einem Bruchteil der Kosten eines Unternehmensberaters; selbst wenn dieser nur wenige Stunden tätig wird.

In vielen anderen Bereichen ist dies bereits etabliert und verbreitet. So gibt es beispielsweise viele Anwälte, die bei Rechtsfragen online beraten. Auch für den Bereich der psychologischen Beratung und der seelischen Betreuung bis hin zu Astrologie-Themen gibt es im Internet zahlreiche Angebote. Dabei reichen die Beratungskanäle von E-Mail, über Chat bis hin zum Telefon – ja nach Bedarf und Sinnhaftigkeit. Es bleibt also abzuwarten, ob und wie die Kunden den Mehrwert dieser Beratungsform auch in der Geschäftswelt wahrnehmen werden.

Autor: Andreas Schwarz

http://www.management-onlineberatung.de

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