KI-Governance & Compliance
EU AI Act | ISO/IEC 42001 | KI-Risikomanagement | IDW PS 861
Wir unterstützen Sie dabei, KI-Anwendungen kontrolliert einzuführen und weiterzuentwickeln – von Standortbestimmung, KI-Inventar und Klassifizierung über Governance, Risiko- und Freigabeprozesse bis zu Prüfung, Auditvorbereitung und rollenbezogener KI-Kompetenz. Bestehende GRC-, Datenschutz- und Informationssicherheitsstrukturen können dabei gezielt genutzt und verbunden werden.

Präambel
KI-Anwendungen entwickeln sich zu unternehmensweiten Governance-Themen. Ohne klare Verantwortlichkeiten, angemessene Kontrollen und einen belastbaren Überblick über eingesetzte Systeme lassen sich Risiken und Handlungsbedarf nur schwer einordnen.
compliance-net unterstützt bei KI-Inventar und Klassifizierung, Governance-Modell, Risiko-, Kontroll- und Freigabeprozessen sowie projektbegleitender Prüfung und Auditvorbereitung. Bestehende GRC-, Datenschutz- und Informationssicherheitsstrukturen können dabei möglichst sinnvoll eingebunden werden.
Lassen Sie uns Ihre KI-Ausgangslage gemeinsam einordnen.
Nicht jede Ausgangslage erfordert sofort ein umfangreiches Governance-Projekt. Häufig schafft bereits eine fokussierte Standortbestimmung Transparenz darüber, welche KI-Anwendungen relevant sind, wo Handlungsdruck besteht und welche Maßnahmen sinnvoll priorisiert werden können.
In einem unverbindlichen Erstgespräch können Ziele, Handlungsdruck, bestehende Strukturen und ein sinnvoller Projektzuschnitt besprochen werden.
KI-Governance in bestehende Managementsysteme integrieren
Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen längst im Einsatz. Mitarbeitende nutzen generative KI, Fachbereiche führen spezialisierte Anwendungen ein und Softwareanbieter integrieren KI-Funktionen in bestehende Produkte. Damit wächst die Zahl relevanter Use Cases häufig schneller als die dazugehörigen Governance-, Risiko- und Kontrollstrukturen.
Genau hier setzt KI-Governance an.
KI ist nicht nur ein Technologiethema. Datenschutz, Informationssicherheit, Compliance, Risikomanagement, Third Party Risk, IKS und regulatorische Anforderungen greifen ineinander. Governance soll die sinnvolle Nutzung von KI ermöglichen, ohne eine zusätzliche Parallelorganisation aufzubauen.
Transparenz schaffen und KI-Nutzung einordnen
Eine belastbare Governance setzt voraus, dass bekannt ist, welche KI-Systeme, KI-gestützten Funktionen und relevanten Use Cases im Unternehmen tatsächlich eingesetzt oder geplant werden.
Gemeinsam kann ein KI-Inventar aufgebaut werden, das Anwendungen, Use Cases, Verantwortlichkeiten, Anbieter, Datenbezug und Verwendungszwecke strukturiert erfasst. Dabei sind nicht nur eigenständig beschaffte KI-Systeme relevant, sondern auch eingebettete KI-Funktionen bestehender Software, Cloud-Dienste und dezentrale Lösungen in Fachbereichen.
Auf dieser Grundlage können Systeme und Anwendungsfälle klassifiziert und hinsichtlich regulatorischer, datenschutzrechtlicher, sicherheitsbezogener, operativer und gegebenenfalls drittrisikospezifischer Relevanz eingeordnet werden.
Recht, Standards und Prüfungsanforderungen zusammenführen
Mit dem EU AI Act besteht ein verbindlicher europäischer Rechtsrahmen für den Einsatz und die Bereitstellung von Künstlicher Intelligenz. Die Verordnung gilt seit dem 2. August 2026 grundsätzlich; einzelne Regelungsbereiche haben abweichende Anwendungszeitpunkte. Nach der konsolidierten Fassung gelten zentrale Pflichten für bestimmte Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III ab dem 2. Dezember 2027 und für bestimmte produktbezogene Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang I ab dem 2. August 2028. Konsolidierter EU AI Act auf EUR-Lex
Art. 4 EU AI Act verlangt Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz von Mitarbeitenden und weiteren mit Betrieb oder Nutzung befassten Personen. Umfang und Ausgestaltung sind rollen- und kontextbezogen. Art. 4 EU AI Act auf EUR-Lex
Neben dem gesetzlichen Rahmen können etablierte Management-, Risiko- und Prüfungsansätze die praktische Ausgestaltung unterstützen. Je nach Ausgangssituation und Zielsetzung können insbesondere folgende Referenzen sinnvoll einbezogen werden:
| Referenz | Schwerpunkt | Nutzen für die Governance |
| ISO/IEC 42001:2023 | AI Management System (AIMS) | Managementsystem, Rollen, Prozesse, Ziele, Risiken, Kontrollen und kontinuierliche Verbesserung |
| ISO/IEC 23894:2023 | KI-Risikomanagement | Strukturierte Integration KI-spezifischer Risiken in bestehende Risikomanagementprozesse |
| ISO/IEC 42005:2025 | AI System Impact Assessment | Systematische Bewertung und Dokumentation möglicher Auswirkungen von KI-Systemen |
| ISO/IEC 38507:2022 | Governance der KI-Nutzung | Orientierung für Leitungsgremien und Management zur verantwortlichen Steuerung des KI-Einsatzes |
| IDW PS 861 (03.2023) | Prüfung von KI-Systemen | Prüfungsrahmen und Kriterien für standardisierte Prüfungen von KI-Systemen außerhalb der Abschlussprüfung |
| IDW AdvH 6.003 (01.2026) | Einführung generativer KI | Praxisorientierung zu strategischen, organisatorischen, technischen und Governance-Fragen bei der Einführung von GenAI |
Wichtiger hierbei zu berücksichtigender Sachverhalt ist, dass die ISO/IEC 42001 – Konformität nicht automatisch EU-AI-Act-Konformität bedeutet. Eine Konformitätsvermutung entsteht für harmonisierte europäische Normen erst nach entsprechender Referenzierung im EU-Amtsblatt; die Normungsarbeiten laufen weiter. EU-Kommission: Standardisation of the AI Act
Prüfungsfähigkeit von Anfang an mitdenken
Eine dokumentierte KI-Richtlinie allein reicht dafür nicht aus. Verantwortlichkeiten, Risikobewertungen, Freigaben, Kontrollen und Nachweise müssen nachvollziehbar ausgestaltet und in den tatsächlichen Abläufen verankert sein.
Readiness Assessments und Auditvorbereitung können Prüfungsanforderungen frühzeitig berücksichtigen. IDW PS 861 kann als fachliche Referenz für Kriterien und Prüfungslogik dienen. Formelle Prüfungsurteile nach IDW Standards bleiben befugten Wirtschaftsprüfern bzw. Prüfungsgesellschaften vorbehalten; compliance-net kann die organisatorische und dokumentarische Vorbereitung unterstützen.
Angemessene Governance statt Parallelorganisation
Ziel ist nicht möglichst viel Governance, sondern eine zur tatsächlichen KI-Nutzung angemessene Steuerung. Entscheidend ist in dieser Hinsicht, dass Verantwortlichkeiten klar sind, Prozesse angewendet werden und wesentliche Risiken, Freigaben und Nachweise nachvollziehbar gesteuert werden.
Dafür sind insbesondere praktische Fragen zu beantworten:
Wobei wir unsere Kunden unterstützen
KI-Inventar, Klassifizierung und Governance-Modell
EU-AI-Act-Assessment und regulatorische Einordnung
KI-Governance und AI Management System
KI-Richtlinien, Rollen und Nutzungsregeln
Risiko-, Kontroll- und Freigabeprozesse für KI
Datenschutz, Informationssicherheit und Prozessintegration
AI Impact Assessments
Third Party Risk und externe KI-Anbieter
Projektbegleitende Prüfung und Auditvorbereitung
KI-Kompetenz, Workshops und Wissenstransfer
Typische Ausgangssituationen
„Wir wissen nicht vollständig, wo bei uns bereits KI eingesetzt wird.“
Fachbereiche nutzen unterschiedliche Tools oder KI-Funktionen, während eine zentrale Übersicht, Klassifizierung oder klare Verantwortlichkeit fehlt.
„Wir führen KI ein oder skalieren sie – aber Governance und Freigaben wachsen nicht mit.“
Nutzungsregeln existieren teilweise bereits, Verantwortlichkeiten, Bewertungsmaßstäbe, Freigabeprozesse und Kontrollen sind jedoch noch nicht durchgängig definiert.
„Wir müssen wissen, was der EU AI Act konkret für uns bedeutet.“
Die regulatorischen Anforderungen sind bekannt, aber es fehlt die Übersetzung auf die eigenen Systeme, Rollen und Prozesse.
„IT, Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance bewerten KI unterschiedlich.“
Fachbereiche und Kontrollfunktionen arbeiten mit unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben. Es fehlt ein gemeinsamer, risikoorientierter Governance- und Freigabeprozess.
„Kunden, Revision oder Prüfer erwarten nachvollziehbare Nachweise zu unserer KI-Governance.“
Richtlinien und Prozesse sind vorhanden oder im Aufbau, aber Kontrolldokumentation, Nachweise, Audit-Readiness oder ein konsistentes Prüfprogramm fehlen noch.
„Wir nutzen externe KI-Anbieter – aber Provider- und Drittrisiken sind noch nicht konsistent eingebunden.“
Beschaffung, Datenschutz, Informationssicherheit, Vertragssteuerung und Fachbereich betrachten den Anbieter jeweils separat; ein integrierter Bewertungs- und Überwachungsprozess fehlt.
Unser Vorgehensmodell
a. Verstehen
b. Einordnen
c. Umsetzen
d. Verankern
Klar beauftragbare Einstiegspakete
Statt KI-Governance ausschließlich als ein großes Beratungsprodukt zu verkaufen, kann compliance-net daraus klar beauftragbare Einstiegspakete entwickeln. Dadurch erkennt ein Interessent schneller, was er konkret beauftragen kann.
KI-Governance Standortbestimmung / Quick Check
KI-Inventar, Klassifizierung & EU AI Act Assessment
KI-Governance, Risiko-, Kontroll- & Freigabeprozesse
KI-Governance Audit Readiness & Prüfungsunterstützung
Anschlussfähig an das CN-Leistungsportfolio
Die KI-Leistung knüpft an bestehende unsere Kompetenzfelder an: Audit, GRC, Informationssicherheit, Third Party Risk, Datenschutz, Transformation & Daten sowie Akademie. Dadurch können fachliche, technische und Compliance-Perspektiven verbunden werden. Der Ansatz verbindet Managementberatung, Prüfungserfahrung und operative Umsetzungsbegleitung.
Je nach Ausgangslage reicht die Unterstützung von der Standortbestimmung bis zu Umsetzungsbegleitung, Auditvorbereitung und Wissenstransfer. Die Beratung erfolgt unabhängig von Software- oder Produktanbietern und kann auf vorhandene Managementsysteme aufsetzen.
Fachliche Quellen und weiterführende Verweise
Die folgenden Primärquellen eignen sich sowohl zur internen fachlichen Absicherung als auch – selektiv – für Verlinkungen aus weiterführenden Website-Inhalten oder Fachbeiträgen:
- compliance-net GmbH – Leistungsportfolio, Stand Juli 2026 – interne Positionierungs- und Leistungsreferenz; insbesondere 07 · AI Governance & Sustainability sowie angrenzende Kompetenzfelder Audit, GRC, Informationssicherheit, Third Party Risk, Datenschutz, Transformation & Daten und Akademie.
- compliance-net – Unternehmenswebsite – Bestehende Positionierung und Leistungsumfeld.
- EUR-Lex – Konsolidierter EU AI Act (Stand 27.07.2026) – Rechtsgrundlage einschließlich aktueller Anwendungszeitpunkte.
- EUR-Lex – Verordnung (EU) 2026/1744 – Änderungen der Anwendungszeitpunkte insbesondere für bestimmte Hochrisiko-KI-Systeme.
- Europäische Kommission – Standardisation of the AI Act – Aktueller Stand der harmonisierten europäischen Normung zum AI Act.
- ISO/IEC 42001:2023 – AI management systems – Anforderungen an ein Artificial Intelligence Management System (AIMS).
- ISO/IEC 23894:2023 – AI risk management – Leitlinien für das Management KI-spezifischer Risiken.
- ISO/IEC 42005:2025 – AI system impact assessment – Leitlinien für strukturierte Impact Assessments von KI-Systemen.
- ISO/IEC 38507:2022 – Governance implications of AI – Governance-Leitlinien für Leitungsgremien und Management beim Einsatz von KI.
- ISO – Übersicht relevanter KI-Standards – Überblick über veröffentlichte und weitere ISO/IEC-Standards rund um KI.
- IDW PS 861 (03.2023) – Prüfung von KI-Systemen – IDW-Prüfungsstandard für Prüfungen von KI-Systemen außerhalb der Abschlussprüfung.
- IDW AdvH 6.003 (01.2026) – Einführung generativer Künstlicher Intelligenz im Unternehmen – Praxisorientierung zur strukturierten und verantwortungsvollen Einführung generativer KI.
- IDW PS 980 (09.2022) – Prüfung von Compliance Management Systemen – Relevanter Anschlussstandard, wenn KI-Compliance in ein bestehendes Compliance Management System integriert wird.