Risk, Governance & Compliance

Elemente eines Compliance-Management-Systems

Stift auf VertragEin Compliance-Management-System („CMS“) ist in seiner Form und Ausprägung im Gesetz nicht näher bestimmt. Um die Bewertung bzw. Beurteilung eines solchen Systems zu beurteilen, braucht es aber einen Maßstab, der ganz nebenbei beim Aufbau und der Konzeption eines solchen Systems natürlich hilfreich sein kann.

Der Begriff des Compliance-Management-Systems soll im Folgenden wie folgt verstanden werden: „Ein Compliance-Management-System umfasst die seitens der verantwortlichen Leitung getroffenen Maßnahmen, die die Einhaltung von bestimmten Regeln sicherstellen sollen. Es umfasst auch solche Maßnahmen, die wesentliche Verstöße aufdecken und verhindern.“

Die einzuhaltenden Regeln können interne (z.B. Verfahrensanweisungen) oder externe Regeln (z.B. Gesetze) sein. Ein Compliance-Management-System kann sich auf bestimmte Regeln fokussieren und muss nicht allumfassend sein. Darüber hinaus kann es auf bestimmte Organisationseinheiten oder Teilbereiche einer Organisation bezogen sein.

Im Prüfungsstandard 980 des IdW „Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance-Management-Systemen“ sind die notwendigen Elemente eines solchen Systems, die selbstverständlich zueinander in Wechselwirkung stehen, dargestellt und definieren nicht nur aus prüferischer Sicht die Beurteilungsgrundlage, sondern geben damit natürlich auch eine nützliche Hilfestellung bei der Gestaltung und Implementierung solcher Systeme.

Compliance Management, IdW Prüfungsstandard EPS 980

Unter dem Begriff „Compliance“ wird allgemein die Einhaltung von Regeln (z.B. Gesetze, vertragliche Verpflichtungen, interne Regeln und Richtlinien) verstanden. Ein Compliance-Management-System (CMS) umfasst daher alle Grundsätze und Maßnahmen, die ein regelkonformes Verhalten aller Beteiligten sicherstellen und Verstöße gegen festgelegte Regeln verhindern sollen. Es umfasst auch die Maßnahmen, die wesentliche Regelverstöße aufdecken.

In diesem Zusammenhang hat das Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW)  am 11.03.2010 einen Entwurf zum Prüfungsstandard 980 (EPS 980) verabschiedet, welcher die „Grundsätze ordnungsgemäßer Prüfung von Compliance-Management-Systemen“ behandelt. Der gestiegene Bedarf nach diesem Prüfungsstandard resultiert aus den zunehmenden Haftungsrisiken für die Aufsichtsräte und Vorstände. Diese sind durch verschiedene Gesetze persönlich haftbar für Verstöße ihrer Unternehmung, falls ihnen eine Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflichten nachgewiesen werden kann (z.B. § 91 (2) AktG, § 43 GmbHG). Diese möchten sich durch eine Zertifizierung ihres CMS durch den Wirtschaftsprüfers oder Zertifizierungsstelle bestätigen lassen, allen Aufsichts- und Organisationspflichten nachgekommen zu sein.

Beispiel: Erklärung zur Unternehmensführung sowie Beschreibung des Internen Kontrollsystems

Notiz: Dieser Artikel wurde am 15.01.2019 aktualisiert. Da einige der Verweisungen aus dem Originalartikel von 2010 nicht mehr gültig waren, wurden diese mit aktuellen Berichten verlinkt.


Die Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB sowie die Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gemäß § 289 (5) HGB stellen neue Regelungen aus dem BilMoG dar.

Da diese neu sind, stehen viele Unternehmen vor der Frage, wie die Darstellung im Einzelnen aussehen sollte bzw. kann. Hierbei ist immer interessant zu beobachten, wie sich andere Unternehmen positionieren und wie deren Darstellung aussieht. Nachfolgend einige Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Risikomanagement "leicht gemacht"? (Teil 2/2)

Inhalte:

  • Linienfunktion schaffen
  • Rechtliche Aspekte
  • Zusammenfassung
  • Quickcheck - Liste
  • Literaturhinweise

Risikomanagement "leicht gemacht"? (Teil 1/2) finden Sie hier.


Linienfunktion schaffen 

Um eine Aufgabe einer Linienfunktion zuordnen zu können, ist es sinnvoll, einen entsprechenden Prozess zu gestalten. In der Literatur wird dieser hinreichend als Risikomanagementprozess bezeichnet.

Krisenmanagement, was bedeutet das für ein Unternehmen im 21. Jahrhundert? (Teil 4/4)

Dieser Artikel wird in vier Teilen präsentiert und wird Ihnen einen schnellen, vereinfachten und vor allem verständlichen Einblick in eine durchaus sehr komplexe und überaus umfangreiche Thematik geben.

Teil 1    BCM – Ein Einblick

Teil 2    BCM – Nur ein weiterer Begriff im Unternehmen

Teil 3    BCM – Vorschlag zum Vorgehen für die Implementierung

Teil 4    BCM – Die Kontrolle behalten

 

BCM - Die Kontrolle behalten

Der Krisenstab

Im Rahmen des BCM ist eine Institution zu etablieren, welche in einem für das Unternehmen festgestellten Krisenfall die Koordination der im Vorfeld als situationsabhängig definierten, festgelegten und vom Vorstand bzw. der Geschäftsführung des betroffenen Unternehmens freigegebenen Maßnahmen zur Durchführung veranlasst, die Umsetzung kontrolliert und ggf. situationsabhängig über weitere Maßnahmen entscheidet, als auch die Krisensituation für beendet erklärt.

Risikomanagement "leicht gemacht"? (Teil 1/2)

Inhalte:

  • Die Vision
  • Elf sinnvolle Schritte zu einem wirkungsvollen Risikomanagement
  • Hilfsmittel zur Identifikation von Risiken
  • Bewerten und Messen von Risiken
  • Strategie zur Risikosteuerung

Risikomanagement "leicht gemacht"? (Teil 2/2) finden Sie hier.

Krisenmanagement, was bedeutet das für ein Unternehmen im 21. Jahrhundert? (Teil 3/4)

Dieser Artikel wird in vier Teilen präsentiert und wird Ihnen einen schnellen, vereinfachten und vor allem verständlichen Einblick in eine durchaus sehr komplexe und überaus umfangreiche Thematik geben.

Teil 1    BCM – Ein Einblick

Teil 2    BCM – Nur ein weiterer Begriff im Unternehmen

Teil 3    BCM – Vorschlag zum Vorgehen für die Implementierung

Teil 4    BCM – Die Kontrolle behalten

 

BCM – Vorschlag zum Vorgehen für die Implementierung

Prozess zur Erstellung eines Business Continuity Management       

Das Business Continuity Institute stellt mit dem Standard BS 25999 als auch das BSI mit dem BSI-GSHB 100-4 eine Vorgehensweise vor, welche ein entsprechendes Detaillevel widergibt.

Die stark vereinfachte Vorgehensweise der unternehmensweiten Implementierung eines BCM kann aber auch anhand der in der nachfolgenden Grafik skizzierten Schritte nachvollzogen werden. 

Krisenmanagement, was bedeutet das für ein Unternehmen im 21. Jahrhundert? (Teil 2/4)

                                   

Dieser Artikel wird in vier Teilen präsentiert und wird Ihnen einen schnellen, vereinfachten und vor allem verständlichen Einblick in eine durchaus sehr komplexe und überaus umfangreiche Thematik geben.

Teil 1    BCM – Ein Einblick

Teil 2    BCM – Nur ein weiterer Begriff im Unternehmen

Teil 3    BCM – Vorschlag zum Vorgehen für die Implementierung

Teil 4    BCM – Die Kontrolle behalten    

 

BCM – Nur ein weiterer Begriff im Unternehmen?
 

Business Continuity Management (BCM) – eine Definition

Unter dem Begriff "BCM" werden alle notwendigen ablauf- und aufbauorganisatorischen Maßnahmen subsumiert, welche den Fortbestand eines Unternehmens in einer Krisen- oder Katastrophensituation sicherstellen sollen: von der Analyse über die Planung, das Krisenmanagement und die Dokumentation bis hin zu entsprechenden Übungsabläufen.

                                                                       „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“
                                                                                   (Aristoteles, 384-322 v.Chr.)

Krisenmanagement, was bedeutet das für ein Unternehmen im 21. Jahrhundert? (Teil 1/4)

Krisenmanagement im 21. Jahrhundert: In diesem und drei weiteren Teilen unserer Serie erläutern wir Ihnen zusammengefasst, vereinfacht und vor allem verständlich, wie Krisenmanagement in Ihrem Unternehmen gelingen kann.

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