Krisenmanagement, was bedeutet das für ein Unternehmen im 21. Jahrhundert? (Teil 2/4)

Krisenmanagement, was bedeutet das für ein Unternehmen im
21. Jahrhundert?
                                   

Dieser Artikel wird in vier Teilen präsentiert und wird Ihnen einen schnellen, vereinfachten und vor allem verständlichen Einblick in eine durchaus sehr komplexe und überaus umfangreiche Thematik geben.

Teil 1    BCM – Ein Einblick

Teil 2    BCM – Nur ein weiterer Begriff im Unternehmen

Teil 3    BCM – Vorschlag zum Vorgehen für die Implementierung

Teil 4    BCM – Die Kontrolle behalten    

 

BCM – Nur ein weiterer Begriff im Unternehmen?
 

Business Continuity Management (BCM) – eine Definition

Unter dem Begriff BCM werden alle notwendigen Ablauf- und aufbauorganisatorischen Maßnahmen subsumiert, welche den Fortbestand eines Unternehmens in einer Krisen- oder Katastrophensituation sicherstellen sollen. Von der Analyse über die Planung, das Krisenmanagement, der Dokumentation bis hin zu entsprechenden Übungsabläufen.

                                                                       „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“
                                                                                   (Aristoteles, 384-322 v.Chr.)

 

Ab welcher Unternehmensgröße macht ein BCM überhaupt Sinn?

Es gibt keine Grenzen in Bezug auf die Unternehmensgröße. Inhalte und Ausprägung divergieren in Bezug auf die Unternehmensgröße. Grundsätzlich macht es für jeden Unternehmensverantwortlichen Sinn, sich mit Einflussfaktoren, die sein Unternehmen nachhaltig negativ beeinflussen könnten, auseinander zu setzen.

In Bezug auf ein Unternehmen bedeutet dies im Wesentlichen, für jeden Unternehmensbereich grundl­egende und bereichsspezifische Szenarien zu untersuchen und die Untersuchungs­ergebnisse in die Geschäftsprozesse im entsprechend notwendigen Umfang einzu­arbeiten.

Für Grundlegende Szenarien können so genannte Bedrohungs-, Risiko- oder Gefährdungskataloge und Risiko­einschätzungen von Finanzdienstleistern und Versicherungen herangezogen werden.  Als ein Beispiel kann hier die Münchner Rückversicherung genannt werden.

Die Münchner Rückversicherung betreibt eine eigene Abteilung, welche sich mit Risiken auf nationaler und internationaler Ebene mit den unterschiedlichen Ausprägungen (Kriminalität / Finanzen / Naturkatastrophen etc.) beschäftigt und die Ergebnisse auch der Allgemeinheit zur Verfügung stellt (unter Topics & Solutions auf der Internetseite). Versicherer und Finanzierer greifen zur Einstufung von Adressausfallrisiken u. a. auch auf diese Studienergebnisse und Erhebungen zurück.

Grundlegende als auch weitere betriebsspezifische Szenarien können unter anderem aus dem BSI Gefährdungskatalog bzw. BSI GSHB 100-4 hergeleitet werden.

 

BCM und Geschäftsprozesse

Ausgehend von einer durch die Geschäftsführung / dem Vorstand festgelegten und  getragenen Definition einer „Krisensituation“, sollten für die einzelnen Unter­nehmens­bereiche abgeleitet, entsprechende Assessments aufgesetzt werden.

Die Assessments haben zum Ziel, Maßnahmen, welche die Auswirkungen einer Situation (die gemäß Definition eine Krise darstellt oder sich zu einer solchen ausweiten könnte, Stichwort rolling desaster), bezogen auf die individuellen Geschäftsprozesse eines Unternehmens beschreiben, zu eruieren.

 

Bewusstsein schaffen

Ein Unternehmen wird sich durch ein derartiges Projekt seiner gegebenen­falls vor­han­denen Schwächen bewusst und kann somit (A) Maßnahmen einleiten, diese zu lindern, oder (B) diese bewusst eingehen.

In jeden Fall ist sich ein Unternehmen seiner Schwächen bewusst. Hierdurch kann auf und in Krisensituationen besser reagiert bzw. agiert werden; kosten- und zeitintensive Fehlentscheidungen werden auf ein Mindestmaß reduziert, was im Ergebnis zu einem kompetenten und starken Auftreten der Verantwort­lichen gegenüber Kunden und Mitarbeitern gleicherma­ßen führt.

Das bedeutet BCM hat ausschließlich in der Einführungsphase den Charakter eines Projektes. Dieser verändert sich über eine zu implementierende Linienfunktion in eine Bewusstseinseigenschaft aller Mitarbeiter – Stichwort „Awareness“.

Das ist einer der wesentlichen Gründe, warum Feuerwehr, Polizei, Militär, Krankenhäuser und weitere Organisationen immer wieder bestimmte Situationen in modularer Weise oder ihrer Gesamtheit üben – um Handlungsabläufe im Bewusstsein zu verankern, Abläufe zu verbessern und diese in entsprechenden Moment abrufen zu können, in dem Bewusstsein, dass diese richtig, fehlerfrei und zeitnah ausgeführt werden.  

to be continued …

 

Teil 1    BCM – Ein Einblick

Teil 2    BCM – Nur ein weiterer Begriff im Unternehmen?

Teil 3    BCM – Vorschlag zum Vorgehen für die Implementierung

Teil 4    BCM – Die Kontrolle behalten    

Der Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Er dient lediglich dazu, einen Anhaltspunkt zu setzen, um weitere Schritte zu prüfen. Der Ersteller übernimmt keinerlei Haftung, Für den Inhalt der verlinkten Webseiten und Dokumente sind die Beitreiber der Webseiten verantwortlich. Alle Angaben ohne Gewähr.