Datenschutz

BDSG, EU DSGVO

Branchenspezifische Sicherheitsstandards (B3S) für KRITIS-Sektoren veröffentlicht

Krankenhaus MonitorDer zuletzt durch das BSI freigegebene branchenspezifische Sicherheitsstandard betrifft den Sektor medizinische Versorgung (im Krankenhaus). Gemäß der Pressemitteilung vom 23.10.2019 des BSI hat dieses den Cyber-Sicherheitsstandard für Krankenhäuser von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) anerkannt.

Laut der Ausführungen des BSI waren medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser 2019 wiederholt durch IT-Sicherheitsvorfälle sowohl in den Fokus der Behörden als auch in die Presse geraten. Entsprechende Angreifer hatten hierbei weniger die Zerstörung oder Veränderung von Daten im Blick als vielmehr deren Verfügbarkeit und Aktualität. Nicht verfügbare Daten (Stichwort RANSOMWARE, vgl. z.B. diesen Artikel des Handelsblattes) können mitunter für die Unternehmen sehr kostspielig werden.  

Website-Compliance

Die DSGVO ist seit fast zwei Jahren in Kraft. Auch wenn sie nach zwei Jahren Übergangszeit damals für viele Unternehmen überraschend kam, haben die meisten in einer Nacht- und Nebelaktion schnell ihre Webseite an DSGVO angepasst. Schließlich ist die Webseite ja nach außen sichtbar und da will niemand schlecht aussehen.

Also: Schnell eine Datenschutzerklärung erstellt (oder auch zusammenkopiert….) und live gestellt, Cookie-Banner dazu und bei Google Analytics die Anonymisierung eingeschaltet. Und dann?

War es das?

Kann sein. Kommt aber drauf an! Insbesondere die aktuelle Rechtsprechung und gestiegene Erfahrungen geben Anlaß, noch ein Mal über die compliance der eigenen Webseite nachzudenken und insbesondere auch technisch sicherzustellen, dass sie den Anforderungen und Vorschriften genügt. Es hat sich einiges getan. Grund genug, das Thema noch ein Mal aufzugreifen.

Compliance Management - Eine Standortbestimmung

Pragmatisch betrachtet sollten umgesetzte Compliance Management Systembestandteile in ihren Ausführungen sowie ihrer Umsetzung in regelmäßigen Zeitabständen, schlechtesten Falls mindestens einmal im Geschäftsjahr, hinterfragt werden.

Als Basisverständnismodel hierfür eignet sich das so genannte „Three Line of Defense-Model“ (TLoD) welches aus dem Risikomanagement hervorgegangen ist und mittlerweile als gängige Methode angesehen wird. Das Modell dient im Wesentlichen dazu Risiken, die in einer Organisation oder einem Unternehmen auftreten können systematisch aufzuarbeiten. Das TLoD-Modell hat gegenüber anderen Modellen den wesentlichen Vorteil, dass es in Bezug auf Unternehmensgröße oder -struktur nicht gebunden ist oder an Komplexitäts- und damit durchgängige Umsetzungsgrenzen stößt.

Cookies, Datenschutz & Co.

cookiesBis zum EuGH sind sie gekommen: Cookies und deren datenschutzrechtlichen Implikationen wurden hier behandelt. In kurzen Worten: Der Nutzer muss über die Nutzung von Cookies informiert werden und soweit diese nicht technisch notwendig sind, zu deren Nutzung auf einer Webseite auch aktiv einwilligen.

Dazu wird viel geschrieben, aber die technischen Grundlagen kommen oft zu kurz. Was das heißt, und wie das alles funktioniert, wird daher nachfolgend einmal dargestellt.

Die „Datenpanne“ und was ist zu tun…?

Nach Informationen der Landesdatenschutzbehörden nahm die Zahl der gemeldeten Datenschutzverstöße in der Zeit ab 25.05.2018 enorm zu – aber nur ein Teil dieser gemeldeten Verstöße sind auch tatsächlich Datenschutzverstöße im Sinne der DSGVO.
Nach Auskunft der Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen wurden 2017 insgesamt 20 Datenschutzverstöße gemeldet. In der Zeit vom 25.05.2018 bis 07.08.2018 stieg diese Zahl gewaltig an. Es gingen in diesem kurzen Zeitraum bereits 126 Meldungen bei der Datenschutzbehörde ein.
Dieser Artikel beschäftigt sich vor diesem Hintergrund mit der Frage, was eigentlich Datenpannen sind und wie ein Unternehmen darauf reagieren sollte.

Update: Facebook-Fanpage-Betreiber haften für potentielle Datenschutzverstöße durch Facebook

Ein Beitrag unserer Kooperationspartnerin Inge Seher. Inge Seher ist Fachanwältin für gewerblichen Rechtsschutz bei Kramer und Partner Rechtsanwälte (http://www.anwaltskanzlei-online.de/) und zertifizierte Datenschutzbeauftragte (TÜV).

Kurz nach Veröffentlichung des Urteils des EuGH vom 5.06.2018 (wir berichteten) zur gemeinsamen Verantwortlichkeit von Facebook-Seitenbetreibern und Facebook hat sich die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder (DSK) zu Wort gemeldet und eine Entschließung veröffentlicht (pdf).

EuGH Urteil: Facebook-Seiten-Betreiber haften für potentielle Datenverstöße durch Facebook

Ein Beitrag unserer Kooperationspartnerin Inge Seher. Inge Seher ist Fachanwältin für gewerblichen Rechtsschutz bei Kramer und Partner Rechtsanwälte (http://www.anwaltskanzlei-online.de/) und zertifizierte Datenschutzbeauftragte (TÜV).

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in dieser Woche für großes Aufsehen gesorgt.

Bestellung eines Datenschutzbeauftragten nach EU-DSGVO – was ändert sich?

Die neue Datenschutzgrundverordnung, die am 25.05.2018 in Kraft tritt, bringt auch Änderungen in Bezug auf die Bestellung des Datenschutzbeauftragten mit sich. Hier gelten nicht nur die EU-DSGVO, sondern zusätzlich das sogenannte „BDSG-NEU“ und die sogenannten „Erwägungsgründe“. Diese Erwägungsgründe dienen als Hilfestellung zur Interpretation der offiziellen Rechtnormen.

Eine wesentliche Neuerung ist die Pflicht, die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten zu veröffentlichen und der Aufsichtsbehörde mitzuteilen.

Nach aktuellem Gesetz muss ein Datenschutzbeauftragter schriftlich bestellt werden (§ 4f BDSG). Die Pflicht der schriftlichen Ernennung erlischt jedoch mit der EU-DSGVO und dem BDSG-NEU. Ab dem 25.05.2018 müssen lediglich die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten der zuständigen Aufsichtsbehörde gemeldet werden, womit die Benennung offiziell vollzogen ist (Artikel 37 Abs. 1 DSGVO und § 38 Abs. 1 BDSG-NEU). Der Formzwang „schriftlich“ entfällt und ein Datenschutzbeauftragter kann somit formfrei ernannt werden; die Meldepflicht zur Übermittlung der Kontaktdaten an die Aufsichtsbehörde muss allerdings zwingend erfüllt sein.

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